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Protokoll AK Digitalisierung

Konferenz: 19. KaWuM in Ort

Datum: 09.05.2020

Leitung: Felix (RWTH)

Protokoll: Michele (KIT)

Beginn: 14:00 Uhr

Ende: 15:06 Uhr

Anwesende Fachschaften: KIT, TU Darmstadt, TU Braunshweig, TU Dresden, RWTH, Uni Kiel, Uni Stuttgart, Marburg

STMW möchte mehr Inhalte zur Digitalisierung in aktuelle Studienpläne einbringen. Zusätzlich soll ein neuer Studiengang mit Schwerpunkt in der Digitalisierung erarbeitet werden: „Informatikingenieur“ Problem im STMW: Man möchte nicht viel umstrukturieren, weil das zu aufwändig ist und andere Sachen zu kurz kommen könnten. Meinung: sinnvoller einen neuen Studiengang aufzubauen.

Stand zu interdisziplinären Studiengängen/Info im MatWerk-Studium

KIT
  • Einige Studiengänge (W-Info, W-Ing, WiWi, Mechatronik)
  • Organisation fuktioniert in manchen Bereichen sehr schlecht, in anderen ok, aber wirklich gut nirgends
  • Mechatroniker haben relativ viel Info in ihrem Studiengang, aber Info selbst ist nicht beteiligt
  • Schwerpunkt im Master „Computational Material Science“ allerdings hier keine Info-Grundlagen
RWTH
  • Wirtschaftsingenieure mit Fachrichtung MaschBau, E-Technik, Werkstoff- und Prozesstechnik, BauIng
  • Computational Engineering Science, sehr Mathematiklastig, aber von Bachelor bis Master möglich
  • Ehemals: Werkstoffinformatik Diplom
Dresden
  • Projekt kommt von einer Professorin aus Kassel
    • Ziel des Titels war es möglichst viele Leute dafür zu begeistern –> wird aber wahrscheinlich spätestens in der Akkreditierung geändert
  • MatWerk hat die ersten beiden Semester Informatik mit Maschinenwesen (nicht von Info, sondern speziell für Maschinenbau), aber oft nicht sehr anwendungsbezogen, Simulation fehlt
  • Programmierkurse: Für jeden Kurs der eigeführt wird, muss woanders was gestrichen werden
  • andere Studiengänge: W-Ing, W-Info, Technomathematik, Mechatronik, Regenerative Engergiesysteme und eine Kobination aus Elektrotechnik und Informatik
  • im Wahlbereich gibt es Simulationsvorlesungen
  • zu großer Wahlbereich nicht möglich, da zu wenig Studis vorhanden sind
Kiel
  • jedes Semester ein anderer Teil aus den Bereichen E-Technik und Materialwissenschaften
  • Seit WS18/19 umstrukturiert
    • Bisherige klassische Informatikvorlesung entfällt
    • Erstes wirklich MaWi orientiertes Programmiermodul als MatLab Kurs im Master
    • Deswegen neu geschaffene Professur „Computergestützte Materialwissenschaft“ mit dem Ziel digitale Inhalte (Programmierung/Simulation) mit materialwissenschaftlichen Aspekt schon im Bachelor einzubringen (mathematiklastig)
    • Es soll in naher Zukunft auch im Master entsprechende Wahlmodule geben
Freiberg
  • angewandte Informatik: Info Grundlagen und anderer Bereich als Wahlvorlesungen, angewandter Informatiker für (zweiter Bereich)
    • Problem: in zweitem Bereich wird nicht auf die Informatik Grundlagen eingegangen, im Grunde paralleles Studium, aber nicht wirklich interdisziplinär
  • Software-Sachen kommen zwar im Studium vor, aber nicht kompetenzorientiert (wenn man es braucht, muss man es sich doch selbst beibringen)
  • keine Grundlagen für den Umgang mit großen Datenmengen
  • Grundlagen kommen im ersten Semester, allerdings nicht auf das Fach bezogen, daher ziemlich unbrauchbar
  • es gibt einen international Master Computational Materials Science
Stuttgart
  • neue Professur für Simulation (https://www.imw.uni-stuttgart.de/md/), mit bisher nur einer Vorlesung im Bachelor, wird aber vermutlich in Zukunft stärker ins Studium integriert
  • sonst nix zu Informatik im Studiengang Materialwissenschaft
  • Studierendenzahlen bei Materialwissenschaft sind rückgängig, bei Informatik steigend
  • 8 Spezialisierungen im Master (darunter Computational Materials Science), obwohl der Studiengang recht klein ist durch Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten, auch Studis aus anderen Fakultäten können was bei MaWi machen
  • haben zwar ein Institut für Werkstoffkunde (IMWF), welches sich mit Simulation befasst, allerdings haben die mit dem Studiengang MaWi nichts zu tun (eigener Masterstudiengang Materialsimulation: https://www.commas.uni-stuttgart.de/)
  • Studiengang Simulaton Technology ist dem Konzept des Informatikingenieurs recht ähnlich, hat aber ebenfalls mit uns Materialwissenschaftlern nichts zu tun (https://www.studium-simtech.uni-stuttgart.de/bachelor/bsc_studium/makrostruktur.html)
Darmstadt
  • Computational Engineering Science
  • Mehr kleinere Studiengänge die sich Studis gegenseitig klauen ist eher nicht gewünscht
    • Es gibt Lehrstühle die viel simulieren denen Studierende fehlen
  • nur zwei Wahlpflichtmodule im Master mit Programmierinhalten
Bemerkung zur Akkreditierung von interdisziplinären Studienangeboten
  • Das Label „interdisziplinär“ ist als Profilmerkmal des Studiengangs einzustufen, und muss sich dadurch auf allen Ebenen der Konstruktion des Studiengangs abbilden (Qualifikationsprofil, Ausstattung (auch personell), Werbung, Inhalte, (Forschungsprofil))
  • Der Akkreditierungsrat achtet verstärkt darauf, dass Interdisziplinarität auch tatsächlich angeboten wird, das heißt es muss Module geben, die die „Einzeldisziplinen“ zugeschnitten auf die Zielgruppe miteinander verzahnen
  • Es ist gewünscht, dass sich Fachbereiche im Rahmen der Akkreditierung Gedanken über den Komplex Digitalisierung in Bezug auf inhaltliche und methodische Kompetenzen auseinander setzen, es ist aber keine Voraussetzung oder ein eigenes Kriterium

(Positionspapier siehe Website)

  • mehrere kleine Vorlesungen als Wahlbereiche
  • Nutzung von Jupyter Notebooks semesterbegleitend um Datenauswertung zu lernen
  • vorhandenen Programierkursen ECTS-Punkte geben
Ideen
  • Grundlagen für Ingenieurwesen und Informatik und im höheren Semester Vertiefung in verschiedenen Richtungen (nicht nur MatWerk)
  • eigener Studiengang wird vermutlich untergehen, lieber Vertiefungsrichtungen schaffen
  • Master-Studiengang, der sowohl von Infos als auch von MatWerkern besucht werden kann
  • Name zu allgemein?
    • Name sollte das wiederspiegeln was darin vorkommt. Bsp: Computational Material Science, Materialinformatik
    • oder Studiengang so anpassen, dass es so allgemein genannt werden kann Informatikingenieur mit Vertiefungsrichtung xy
  • Wie kann sichergestellt werden, dass es ein echter interdisziplinärer Studiengang wird, und nicht Informatik und MatWerk nebeneinander?
  • nicht bestehende Vorlesungen zusammenwürfeln, sondern eigene Vorlesungen konzipieren
  • in Akkreditierungsverfahren darauf achten, falls nicht als Auflage formulieren
  • Wie verhindert man, dass der neue Studiengang Konkurrenz zu bestehenden MatWerk-Studiengängen macht?
  • kann man kaum verhindern, kann aber auch erst beurteilt werden, wenn erste Zahlen vorhanden sind
  • keinen eigenen Studiengang sondern Vertiefungsrichtungen für andere Fachbereiche öffnen
  • Wird das überhaupt jemand studieren wollen? Kein Schüler kann sich was darunter vorstellen.
  • Wie wird Werbung gemacht?
  • Mit anderen Organisationen die Studiengänge konzipieren und Personen motivieren
  • Beratungstage oder Informationstage für Schüler*innen der Stadt

Unterschiedliche interdisziplinare Studiengänge an den Hochschulen der teilnehmenden Fachschaften wurden vorgestellt. Insbesondere wurde über Studiengänge mit Bezug auf Informatik, Programmierinhalten und MatWerk diskutiert.

Die KaWuM befürwortet Studiengänge welche sich im Master weiter spezialisieren. So können die Grundlagen aus dem Bereich MatWerk vermittelt werden und anschließend, mit mehr Wissen über das gesamte Spektrum an Vertiefungsbereichen und -möglichkeiten, in weitere Bereiche wie Simulation, Programmierung und Modellierung vertieft werden. Insbesondere Masterstudiengänge oder Vertiefungsrichtung die für MatWerk-Studierende als auch Informatik-Studierende offen sind werden von der KaWuM empfohlen.

Allgemein ist die KaWuM dagegen weitere Bachelorstudiengänge zu etablieren welche in direkter Konkurrenz mit bereits etablierten Studiengängen steht. Auch aus dem Aspekt das es für Schüler*innen immer schwieriger wird nachzuvollziehen welche Inhalte in den unterschiedlichen Studiengängen vermittelt wird setzt sich die KaWuM eher für spätere Spezialisierungen ein. Durch die teilweise nur gering abweichenden Namen der Studiengänge ist die Abgrenzung der Inhalte für Personen die die Inhalte noch nicht gehört haben schwer bis unmöglich.

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  • Zuletzt geändert: 01.06.2020 15:07
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